KONVEKTA AG

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Konvekta zeigt neue CO2-Wärmepumpe für Elektrobusse

Vor einigen Tagen fand der erste Workshop zum Thema „Energie- und Thermomanagement für den E-Bus“ im nordhessischen Schwalmstadt statt. Eingeladen hatte die Konvekta AG als Hersteller von Klimasystemen für Elektrobusse. Die Firma will ihre neue CO2-Wärmepumpe noch dieses Jahr auf den Markt bringen.

Bei dem Workshop konnte nicht nur ein Blick in die Produktion, sondern auch in das Technologie- und Innovationszentrum geworfen werden. Bereits seit einigen Jahren liefert Konvekta die CO2-Wärmepumpen mit dem R-744-Kältemittel (CO2) an Bushersteller – so beispielsweise auch an Solaris.

Das CO2-Wärmepumpensystem übernimmt dabei das gesamte Thermomanagement im Elektrobus, von der Temperierung des Fahrgastraumes bis hin zu den temperaturempfindlichen Batterien. Durch die optimale Temperatur der Energiespeicher wird laut Konvekta deren Lebensdauer verlängert und vor allem die Reichweite erhöht. Denn genau hier gibt es immer wieder Meldungen, dass E-Busse vor allem an kalten Wintertagen nicht auf ihre geplanten Einsatzzeiten kommen. Die Probleme der alternativen Technologien sind hinlänglich bekannt: Beim Einsatz von Dieselzusatzheizungen entstehen Abgasemissionen. Eine Elektrozusatzheizung hingegen vermindert die Reichweite. Konvekta positioniert deshalb die CO2-Wärmepumpe 2.0 als ganzheitliches Thermomanagement für Elektrobusse.

Bei der Lösung handelt es sich um ein elektrisches modulares CO2-System. Das Einsparpotenzial bei den Servicekosten beziffert das Unternehmen auf rund 70 Prozent. Das System erstreckt sich dabei über das gesamte Fahrzeug. Je nach Betreiberwunsch lassen sich bestimmte Nebenverbraucher beheizen oder kühlen. Beispielsweise können die Frontbox und die Konvektoren im Innenraum geheizt und die Batterien gleichzeitig gekühlt werden. Schlussendlich spare dies nicht nur Energie, sondern erhöhe auch die Reichweite.

 

Das ganzheitliche Thermomanagement mit der CO2-Wärmepumpe für Elektrobusse kann für jeden Kunden individualisiert werden. Konvekta plant den Serienstart noch in diesem Jahr. Auf der IAA Nutzfahrzeuge wird das Unternehmen ebenfalls vertreten sein und das System der Öffentlichkeit präsentieren.

 Kohlendioxid kann aus ökologischer und sicherheitstechnischer Sicht ein nahezu ideales Kältemittel sein. Es besitzt eine hohe Kälteleistung, ist nicht brennbar, bildet keine Zerfallsprodukte und ist als natürliches Kältemittel entsprechend weltweit verfügbar. Weshalb es als eine der besten Alternativen gesehen wird. Denn: In der Verordnung EU 517/2014 ist das Ziel festgeschrieben, die Emissionen bis zum Jahr 2030 um 70 Prozent zu senken. Kältemittel müssen ein Treibhauspotenzial GWP kleiner als 1.500 haben. Ab Januar 2020 sind für eine umweltfreundliche Klimatisierung von Bussen ausschließlich natürliche, nicht halogenierte Kältemittel zu verwenden. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erläutert in der VDV-Schrift 236 zudem die Klimatisierung von Linienbussen der Zulassungsklassen I und II, für konventionell angetriebene Diesel- und Gasbusse sowie für Hybrid, Brennstoffzellen- und Elektrobusse. Darin heißt es: „Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, sind umweltfreundliche sowie toxisch unbedenkliche Kältemittel nach dem Stand der Technik einzusetzen. Der Grad der Recyclingfähigkeit ist anzugeben und sollte zu 100 % möglich sein. “Vor allem aber wird erwartet, dass der Preis pro Kilo für u.a. Tetrafluorethan (R-134a) als Kältemittel exorbitant steigt. Grund ist eine gesetzliche Verknappung. Konvekta gibt an: Das Kilo kostete 2017 noch 17 Euro und stieg bis April 2018 auf 45 Euro an. Ein weiterer Grund also, auf CO2 als Alternative zu setzen.

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